Für die 7. Klässler der Realschule Bisingen stand Anfang Juli die Klassenfahrt zur Burg Teck bei Kirchheim unter Teck an.

Bevor die BurgTeck jedoch erobert werden konnte, war Shoppen und ehrgeiziges Minigolf in dem malerischen Städtchen Kirchheim angesagt – zwei Wespenstiche inklusive, die sofort mit roher Zwiebel behandelt wurden. Anschließend näherte man sich mit dem Reisebus der Burg und die Aufregung stieg – sollte man den letzten Kilometer doch zu Fuß und mit dem eigenen Übernachtungsgepäck zurücklegen. Da die Temperaturen nicht zu wünschen übrigließen, kam die Gruppe recht durstig aber glücklich auf der Teck an, wo die Zimmer bezogen wurden, ein ordentliches Abendessen auf die Wanderer wartete und sich jeder als Burgherr und Burgfräulein fühlen konnte. Der Blick ins Neckartal und auf die Alb war atemberaubend und so beobachteten alle andächtig den Sonnenuntergang. Die Idylle war sicherlich auch der Vereinbarung geschuldet, dass die Klassenfahrt ganz ohne Handy stattfinden sollte.

Am kommenden Tag verbrachte die Gruppe einen wunderschönen Badetag im Lenninger Freibad. Abends gewährte die Bergwacht Bereitschaft Lenninger Tal mit einigen ehrenamtlichen Mitgliedern Einblick in ihre Arbeit. Zwei Einsatzbusse standen bereit mit Ausrüstung zur Bergung von Verletzten in unwegsamem Gelände. Den Schülern und Schülerinnen wurden die verschiedenen Geräte erklärt und dann hieß es: Wir müssen einen Verletzten bergen. Im Wald unterhalb der Teck wurde ein Unfall simuliert und die Schüler durften an der Bergung in voller Montur teilnehmen. Die Aufgabe war eine Herausforderung, die die Schüler gut meisterten.

Am letzten Morgen erklomm die Gruppe noch den Teckturm und besuchte das Sibyllenloch, eine Höhle unterhalb der Teck, in der der Sage nach einst die gütige und weise Sibylle hauste, die Menschen Rat gab und in die Zukunft schauen konnte. Auch die Sibyllenspur unterhalb der Teck beeindruckte die Jugendlichen. Sibylle war mit einem feurigen Wagen, an den sie Raubkatzen gespannt hatte, von der Teck ins Tal gefahren wobei die feurigen Räder Spuren in den Feldern hinterlassen haben. Tatsächlich aber entstanden diese Spuren durch den Lautertal Limes, der einst den Neckarlimes mit dem Alblimes verband.

Bilder : Sonja Henle